Wie sieht eine nachhaltige Ökostadt aus?

Eine nachhaltige Stadt besteht aus Siedlungen, die so gebaut sind, dass sie keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt haben. Es ist eine Gemeinschaft mit Menschen, die sich wirklich glücklich, gesund und sicher fühlen, weil alle ihre Bedürfnisse und Anforderungen auf ökologisch sinnvolle Art und Weise erfüllt werden.

Wo beginnt so ein Projekt? Eine bereits existierende Stadt könnte mit ihrer Verwaltung und Projekten beispielsweise darauf abzielen, den Einsatz von Energie, Lebensmitteln und Wasser zu reduzieren und den Ausstoß von Wärme sowie die Luft- und Wasserverschmutzung zu verringern.

Eine nachhaltige Stadt verfolgt das Ziel, verschiedene Lösungen zu kombinieren, um das ökologische Gleichgewicht langfristig zu erhalten. Zu den Merkmalen einer nachhaltigen Öko-Stadt gehören die folgenden:

Reduzierte CO2-Emissionen

Ein auffälliges Merkmal einer nachhaltigen Stadt ist eine deutliche Reduzierung der CO2-Emissionen. Neben der CO2-Reduktion gibt es auch eine geringere Menge an giftigen Gasen, die die Ozonschicht schädigen können. Durch die langfristige Nutzung erneuerbarer Energien ist es möglich, den CO2-Ausstoß zu senken. Es sollte auch vertikale Gärten und mehrere alternative Verkehrsmittel geben, darunter Elektrobusse, Züge und Fahrräder.

Darüber hinaus sollten sich die Haushalte in einer nachhaltigen Stadt verpflichten, sowohl Wasser als auch Energie zu sparen. Shenzhen, China, geht überraschend mit gutem Beispiel voran, denn in den vergangenen Jahren wurden stadtweit tausende umweltfreundliche Fahrzeuge eingeführt, was es zur größten emissionsfreien Serviceflotte weltweit macht.

Grüne Gebäude und Gemeinschaften

Eine nachhaltige Stadt besteht auch aus grünen Gebäuden und Gemeinden. Green Buildings bestehen aus mehreren Mehrfamilienhäusern und verwenden grünes Design unter Beachtung von LEED (Leadership in Energy and Environmental Design, ein System zur Klassifizierung für ökologisches Bauen).

Die Stadt verfügt über eine Vielzahl von grünen Infrastrukturen, von denen jede in der Lage ist, die Probleme der Energie- und Wasserversorgung und -bewirtschaftung sowie der effektiven Verwaltung und Entsorgung von Abfällen zu lösen.

Ein Zeichen für eine grünere Infrastruktur sind tragfähige und innovative Finanz-, Kühl- und Heizlösungen. Außerdem muss die Gemeinschaft über flexible Freiflächen verfügen, die natürlichen Lebensraum, Anbaufläche für Lebensmittel und und Platz für Erholung bieten.

Städtebauliche Entwicklung

Der Lebensmittelverbrauch ist neben dem Energieverbrauch, dem Wohnen und dem Transport, eine der Hauptursachen für CO2-Emissionen. Eine nachhaltige Stadt unterstützt den städtischen Anbau von Lebensmitteln.

Das ist möglich durch die Förderung von vertikalen und dachgeschützten Gärten, gemeindegestützter Landwirtschaft, intensivem Indoor-Lebensmittelanbau und Lebensmittelmärkten. Das Wissen über “Urban Gardening”, also den städtischen Anbau von Lebensmitteln, wird Kindern bereits in den Schulen beigebracht.

Stadterneuerungsbewegungen

Eine weitere grundlegende Eigenschaft einer nachhaltigen Stadt ist die Erneuerung von Einrichtungen, die für ein nachhaltiges Leben unerlässlich sind. Dazu gehören öffentliche Straßen, städtische Flächen, Parks, Plätze, Abfallwirtschaft und moderne Bewässerungsverfahren. Diese Massnahmen dienen dazu, die Identität einer Stadt und ihr kulturelles Erbe durch Restaurierung oder Renovierung zu bewahren.

Beispielsweise wurden in Melbourne Anreize für Immobilienbesitzer eingeführt, um eine nachhaltigere Bewirtschaftung von Immobilien attraktiver zu machen. Dies führte zu einem effizienten Wasser- und Energieverbrauch und zu einer deutlichen Reduzierung der Abfallmenge.

Solarenergie

Natürlich kann man eine Stadt nicht nachhaltig nennen, wenn sie keine Anstrengungen unternimmt, den Energieverbrauch zu senken. Solarenergie wird daher in Zukunft ein wichtiger Bestandteil von Öko-Städten sein.

Eine nachhaltige Stadt arbeitet daran, die Verwendung und Installation von farbstoffempfindlichen PV-Beschichtungen auf verschiedenen Gebäudeeinrichtungen als Mittel zur Stromerzeugung zu ermöglichen. Ein Vorteil dabei ist, dass einige Oberflächen nicht mehr direkt auf die Sonne zeigen müssen, um den Wirkungsgrad ihrer Solarmodule zu verbessern. Die Solarmodule benötigen nicht viel Platz und liefern nachhaltige Energie beispielsweise für die Klimatisierung von Räumen. Eine derartige Massnahme kann zu einer signifikanten Reduzierung des Energieverbrauchs und zu einer Entlastung der Umwelt beitragen.

Fernverwaltung und -überwachung von Gebäuden

Drahtlose Energieüberwachungssysteme in Gebäuden werden bei nachhaltigen Städten eine Rolle spielen. Diese Systeme ermöglichen es, alle bestehenden Gebäude in der Stadt aus der Ferne zu überwachen und zu regeln. Dies ist hilfreich, wenn man den Energieverbrauch reduzieren und Hotspots für Aktionen ermitteln wollen.

Die Systeme sind so konzipiert, dass sie den Energieverbrauch in Echtzeit publik machen können, so dass alle Bürger dem Verbrauch mehr Aufmerksamkeit schenken und Anstrengungen unternehmen, Ihre Energieeinsparziele zu erreichen. Mit der Fernverwaltung kann jeder dazu beitragen, die Gemeinschaft energieeffizienter zu machen.

Fazit

In nachhaltigen Städten besteht das Hauptziel darin, die Umwelt zu schützen und gleichzeitig die Bedürfnisse aller Bürger zu erfüllen. Die Entwicklung einer lebendigen lokalen Wirtschaft wird gefördert. Diese ist in der Lage, einen einfachen Zugang zu lohnender und zufriedenstellender Arbeit und Lebensweise zu ermöglichen, ohne die nationale, lokale und globale Umwelt zu beeinträchtigen.

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